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    Aufbruch - Abend In Der Stadt

  2. 2

    Aufbruch - Abend in der Stadt II

  3. 3

    Aufbruch - Abschied

  4. 4

    Aufbruch - All die Straßen

  5. 5

    Aufbruch - Amsterdam

  6. 6

    Aufbruch - Aufbruch

  7. 7

    Aufbruch - Bonnie und Clyde

  8. 8

    Aufbruch - Crash

  9. 9

    Aufbruch - Das Letzte Wort

  10. 10

    Aufbruch - Die Rebellen Sind Nicht Tot

  11. 11

    Aufbruch - Die Wölfe heulen wieder

  12. 12

    Aufbruch - Für Immer Tod

  13. 13

    Aufbruch - Für Ulrike

  14. 14

    Aufbruch - Gin und Whiskey

  15. 15

    Aufbruch - Hallo- wie heißt du?

  16. 16

    Aufbruch - Ich Bin So Glücklich

  17. 17

    Aufbruch - Ich will viel mehr

  18. 18

    Aufbruch - In Diesem Land

  19. 19

    Aufbruch - Kalter Freund

  20. 20

    Aufbruch - Komm bleib

  21. 21

    Aufbruch - Komm Nimm Meine Hand

  22. 22

    Aufbruch - König und Gott

  23. 23

    Aufbruch - Krieg

  24. 24

    Aufbruch - Lass uns feiern

  25. 25

    Aufbruch - Pflasterstein

  26. 26

    Aufbruch - Schnee

  27. 27

    Aufbruch - Tschernobyl ist in der Nähe

  28. 28

    Aufbruch - Vielleicht

  29. 29

    Aufbruch - Warten auf den Mann

  30. 30

    Aufbruch - Wir

  31. 31

    Aufbruch - Wir Fahren Durch Den Tag

Für Ulrike

Aufbruch

Sie hatte es so unendlich satt, so ungehört zu sein.
Mit der Zeit wie ein Stein im Wasser unterzugehen,
mit den anderen und doch allein.
Und sie wollte etwas tun und sie wußte, es würde schwer.
Doch es wäre besser, als ein Leben lang zu sterben
- und nicht mehr.

Und sie dachte: "Da hilft nur noch Amok.
Amok Tag und Nacht. Die Sachen, die sachen, die mich kaputt
machen werden jetzt von mir kaputtgemacht.
Vielleicht, dass ich dann irgendwie für mich 'ne Zukunft seh."
Und sie dachte, sie sei die Schwester von Che.

Sie hatte so eine furchtbare Angst und doch schreckte
sie nicht einmal der Tod.
Sie gab sich selbst keine Chance und sprang deshalb
vom Rettungsboot.
Von Ungerechtigkeit, Heuchelei und Lüge hatte sie die Nase voll.
Sie glaubte, wenn sie sich freischieße, wäre das toll.

Und sie dachte: "Da hilft nur noch Amok.
Amok Tag und Nacht. Die Sachen, die mich kaputt
machen werden jetzt von mir kaputtgemacht.
Vielleicht, dass ich dann irgendwie für mich 'ne Zukunft seh."
Und sie dachte, sie sei die Schwester von Che.

Und plötzlich zitterten die Spießer
und die ganzen Instanzen vor ihr.
Und sie dachte: "Gewalt ist eigentlich Mist,
doch irgendwie hilft das mir.
Ich wollte es anders, doch anders verstehen die mich nicht.
Der Krug geht solange zu Brunnen, bis er bricht.

Denn sie dachte: "Da hilft nur noch Amok.
Amok Tag und Nacht. Die Sachen, die mich kaputt
machen werden jetzt von mir kaputtgemacht.
Vielleicht, dass ich dann irgendwie für mich 'ne Zukunft seh."
Und sie dachte, sie sei die Schwester von Che.

Die Zeitungen schrien: Bringt sie tot oder lebend,
wir wollen uns rächen.
Keiner soll mehr über sie und ihre Aktionen sprechen.
Sie haben versucht, sie zu brechen,
als man sie dann irgendwann gefasst,
doch das schafften sie nicht. Man fand sie tot in ihrem Knast.

Weil sie dachte: "Da hilft nur noch Amok.
Amok Tag und Nacht. Die Sachen, die mich kaputt
machen werden jetzt von mir kaputtgemacht.
Vielleicht, dass ich dann irgendwie für mich 'ne Zukunft seh."
Und sie dachte, sie sei die Schwester von Che.

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