1. 1

    Enid - The Journey

  2. 2

    Enid - Bondage's Coronation

  3. 3

    Enid - Brosélîawnd

  4. 4

    Enid - Condwiramurs

  5. 5

    Enid - Darkness Closing In

  6. 6

    Enid - Der Tag Zur Nacht Sich Senkt

  7. 7

    Enid - Erinnerungen

  8. 8

    Enid - An Myrrddhin

  9. 9

    Enid - An Ode To The Forlorn

  10. 10

    Enid - And Soon Will Fall The Days

  11. 11

    Enid - Art Of The Blacksmith

  12. 12

    Enid - Aurora

  13. 13

    Enid - Belrapeire

  14. 14

    Enid - Chimera

  15. 15

    Enid - Die Seelensteine

  16. 16

    Enid - Exemption

  17. 17

    Enid - Gradwanderer

  18. 18

    Enid - Helios' Niedergang

  19. 19

    Enid - Herbststurm

  20. 20

    Enid - Institutio Immortales

  21. 21

    Enid - Interlude

  22. 22

    Enid - Intransitority (I'll Leave At Twelve)

  23. 23

    Enid - Land of the Lost

  24. 24

    Enid - Legends From The Storm

  25. 25

    Enid - Meer Der Einsamkeit

  26. 26

    Enid - Nachtgedanken

  27. 27

    Enid - Nahe Avalon

  28. 28

    Enid - Nexus

  29. 29

    Enid - Of Wisdom's Shadows

  30. 30

    Enid - Patience's Ring

  31. 31

    Enid - Reverie Of Youth In Spheres Of Dream

  32. 32

    Enid - Seelenfrieden

  33. 33

    Enid - Sheafs Of Sparks

  34. 34

    Enid - Silent Stage

  35. 35

    Enid - Silentium Obscuritate

  36. 36

    Enid - Soulglass

  37. 37

    Enid - Sturmritt

  38. 38

    Enid - The Burning Of The Sea

  39. 39

    Enid - The Forbidden Site

  40. 40

    Enid - Valley Under Two Suns

  41. 41

    Enid - Weg Der Weisung

  42. 42

    Enid - When The Last Glow Flies

  43. 43

    Enid - Whispering Of Good-bye

  44. 44

    Enid - Zug Der Vergessenen Reiter

Nachtgedanken

Enid

Dunkele Schwaden durchziehen das Land,
Und sie wabern und wälzen sich langsam voran.
Sie kriechen durch Wälder, durch Sumpf und Morast,
Sie durchwaten die Auen in schleichender Hast.
Und verschlungen wird alles, die Nacht zieht heran,
Durchdringend, doch endlich, die drohende Wand.

Düster, entsetzlich scheint alles zu sein,
Und voll drückender Stille der Geist ist erfüllt.
Sich bergen, verbergen an sicherem Ort,
Sich verstecken, bedecken in wärmendem Hort.
Und vergessen, verdrängen, von Ängsten zerwühlt,
Das möcht'man, doch sinnlos wird's sein.

Vergessen, verschlungen der schimmernde Tag,
Und hinfort und vergangen das wärmende Licht,
Nur langsam vertraut sich, den Ängsten verborgen,
Nur langsam das Auge den nächtlichen Sorgen.
Und kaltes und mächtiges schwächliches Licht,
Verhalten es scheint auf den atmenden Sarg.

Drohend, verletzlich, erhaben zugleich,
Es erhebt sich das Leben in schwarzem Gewand.
Die Wälder, die Auen, der Sumpf, das Dickicht,
Die Felder erstehen in neuem Gesicht.
Es erhebt sich, was eben im Dunkel verschwand,
Die Lande sind finster, doch unendlich reich.
Es erhebt sich, was eben im Dunkel verschwand,
Die Lande sind finster, doch unendlich reich.

Dunkele Schwaden durchziehen das Land,
Und sie wiegen und winden sich langsam davon.
Sie schweben hinfort über Flüsse und Seen,
Sie verschwinden, entfliehen als sei nichts gescheh'n.
Und sie weichen den Kräften der steigenden Sonn',
Der Morgen erobert das schlummernde Land.

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