1. 1

    Riger - Allbrandopher

  2. 2

    Riger - Angriff

  3. 3

    Riger - Auf die Ahnen!

  4. 4

    Riger - Baum

  5. 5

    Riger - Böser Glaube

  6. 6

    Riger - Brandschiff

  7. 7

    Riger - Des Blutes Stimme

  8. 8

    Riger - Ehr' im Sieg, Ehr' im Fallen

  9. 9

    Riger - Eisenhagel

  10. 10

    Riger - Geliebte Wut

  11. 11

    Riger - Germania

  12. 12

    Riger - Gier

  13. 13

    Riger - Grendel

  14. 14

    Riger - Hamingja

  15. 15

    Riger - Hexenhammer

  16. 16

    Riger - Hinter Mauern Aus Stein

  17. 17

    Riger - Homo Decadencia

  18. 18

    Riger - Im Gedenken...

  19. 19

    Riger - Im Graun der Nächte

  20. 20

    Riger - Irminsul

  21. 21

    Riger - Krieg

  22. 22

    Riger - Metall

  23. 23

    Riger - Mit Göttlicher hand

  24. 24

    Riger - Nachtmahr

  25. 25

    Riger - Othala

  26. 26

    Riger - Riger

  27. 27

    Riger - Schöpfer der Hetze

  28. 28

    Riger - Siechtum im Glanze

  29. 29

    Riger - Sold der Inbrunst (Einherjer)

  30. 30

    Riger - Speech Of The Lord

  31. 31

    Riger - Spiegellos

  32. 32

    Riger - Stammesbaum

  33. 33

    Riger - Streyf

  34. 34

    Riger - Teutonenzorn

  35. 35

    Riger - Welk

  36. 36

    Riger - Wenn Das Licht Uns Nimmt

  37. 37

    Riger - Wjerewulf

  38. 38

    Riger - Woutes Heer

  39. 39

    Riger - Zunft der Lügner

  40. 40

    Riger - Zweites Gesicht

Allbrandopher

Riger

Ob wohl die Ahnen lachten oder weinten
Wenn sie es sähen
Ein vermengtes Erbe - weich
Kann nur folgen, nicht aufrecht gehen!

Kein Friede! Kein Frieden!
Niemals Frieden, weil Ihr Euch beugt!

Der Friede schmeckt zu süß
So klebt er lang noch am Gaumen
Ich kann riechen wie der Atem stinkt
Der sich dem Schleim der Folgsamkeit verdingt

Fürsten unter Narren
Tätscheln das Gesäß des Vordermanns
Zeigen behände auf die
Die gerade sind - wie sie es nimmer waren

Weil das Folgen ihnen leichter liegt
Weil ihr Folgen noch vor dem Gehen steht

Für Euren hohen Blick
Zwei Pfeile in die Augen
Für Euren prunken Zwirn
Ein Blutgewand
Für Euer Säuselwort
Tausend Knebel aus Klingen
Für jeden Fingerzeig
Zehn Beile auf dem Pflock

Ich kann riechen wie jeder Finger stinkt
Der folgsam mit dem Würgen rinkt
Will sehen wie die Fratze stirbt
Deren Untertanen - Mundart jedes Wort verdirbt

Bis gesenktes Haupt es endlich versteht
Dass vor jedem Folgen Wagnisschritte stehen

So höre Aaskrähe
In der Krone meines Lebens
Dieser Ast beugt sich nicht!
Deine Last beugt mich nicht

Reck' mich lieber in den Sturm!

Denn jeder Ast beugt sich nicht
Wo biegsamer Zweig dem Sturm erliegt
Jedes Haupt duckt sich nicht
Wo der Duckmäuser vor der Lüge kriecht

Jede Woge bricht sich nicht
Und stirbt nur still vor dem Strand
Jeder Rücken krümmt sich nicht
Unter fremder Last der Tyrannenhand
Beug' dich nicht!

Jede Wunde heilt nicht
Und vergisst wer sie stach
Nicht jedes Auge kriecht unter's Lid
Und folgt blind der Schlacht aus Schmach

Bis gesenktes Haupt es endlich versteht
Dass Blut und Born in die Asche geht
Ich entfache die Lohe für dieses Opfer
Die Scheite brennen leckend - Allbrandopher!

Und ich lache und ich weine
Wenn ich in die Flammen seh'
Nur ein Kriechen und ein Folgen
Während ich noch steh'
Doch dieser Arm reicht Euch nicht
Die waffenlose Hand
Diese Schritte tragen mich
Lieber aufrecht in den Untergang

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