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Die Flut

Joachim Witt

Wenn ich in mir keine Ruhe fühl',
Bitterkeit mein dunkles Herz umspült
Ich nur warte auf den nächsten Tag,
der mir erwacht

Wenn Finsternis den klaren Blick verhüllt,
Kein Sinn mehr eine Sehnsucht stillt,
ruf' ich mir herbei den einen Traum,
der sich niemals erfüllt

Und du rufst in die Nacht,
und du flehst um Wundermacht,
um 'ne bessere Welt zum Leben,
doch es wird keine andere geben!

Wann kommt die Flut
über mich?
Wann kommt die Flut,
die mich berührt?
Wann kommt die Flut,
die mich mit fortnimmt
in ein anderes großes Leben -
irgendwo

All die Zeit so schnell vorüberzieht,
jede Spur von mir wie Staub zerfliegt
Endlos weit getrieben,
von unsichtbarer Hand

Gibt es dort am kalten Firmament
nicht auch den Stern, der nur für mich verbrennt
Ein dumpfes Leuchten, wie ein Feuer in der Nacht,
das nie vergeht

Und Du siehst zum Himmel auf,
fluchst auf den sturen Zeitenlauf
Machst Dir 'ne Welt aus Trug und Schein,
doch es wird keine andere sein!

Wann kommt die Flut
über mich?
Wann kommt die Flut,
die mich berührt?
Wann kommt die Flut,
die mich mit fortnimmt
in ein anderes großes Leben -
irgendwo.

Und Du rufst in die Welt,
daß sie dir nicht mehr gefällt
Du willst 'ne schönere erleben,
doch es wird keine andere geben!

Wann kommt die Flut
über mich?
Wann kommt die Flut,
die mich berührt?
Wann kommt die Flut,
die mich mit fortnimmt
in ein anderes großes Leben -
irgendwo
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